
Nach der historischen Aufholjagd beim Presidents Cup in Medinah meldet sich Tiger Woods zu Wort – mit einem knappen, aber deutlichen Glückwunsch.
Kurze Botschaft vom Kapitän von 2019
Viele Worte brauchte Tiger Woods nicht. Kurz nachdem das US-Team im Medinah Country Club den Presidents Cup mit 17:13 gewonnen hatte, gratulierte der 15-fache Major-Sieger in den sozialen Medien: „Was für ein Comeback! Glückwunsch an das Team USA zu einem unglaublichen Sieg beim Presidents Cup. Sie brauchten heute, dass jede Paarung für sie läuft – und sie haben es geschafft. Großartiger Teamsieg.“
Woods war in diesem Jahr weder als Spieler noch im Betreuerstab dabei. Sein Glückwunsch ging an die Mannschaft von Kapitän Brandt Snedeker, die vor dem Schlusstag mit 7½:10½ hinten lag und sich trotzdem den elften Presidents-Cup-Sieg in Folge sicherte.
9½ von 12 Punkten im Einzel
Dass Woods von einer Ausnahmesituation sprach, ist nicht übertrieben. Bis zur Siegmarke von 15½ Punkten fehlten den Amerikanern vor den zwölf Einzeln noch acht Zähler. Nach den Doppeln am Freitag hatte das Internationale Team von Kapitän Geoff Ogilvy sogar mit 7:3 geführt.
Am Sonntag gewannen die Gastgeber dann neun Einzel, spielten eines unentschieden und verloren nur zwei. Cameron Young legte gegen Ryo Hisatsune vor, Justin Thomas bezwang Corey Conners. Danach punkteten auch Scottie Scheffler, Chris Gotterup und Patrick Cantlay, der Adam Scott schlug. Collin Morikawa setzte sich knapp gegen Hideki Matsuyama durch.
Den entscheidenden Punkt holte ein Debütant: Jacob Bridgeman gewann sein Einzel gegen Min Woo Lee und machte den Cup-Gewinn perfekt. Mit Jackson Koivun, der Si Woo Kim bezwang und bei seiner Premiere ungeschlagen blieb, hatte ein zweiter Neuling großen Anteil am Erfolg. Xander Schauffele legte noch einen vollen Punkt nach, Russell Henley teilte sein Match.
Einen solchen Rückstand am Schlusstag hatte bisher kein Team beim Presidents Cup aufgeholt. Die bisherige Bestmarke hielt ausgerechnet die Mannschaft von Woods.
Erinnerungen an Royal Melbourne
2019 führte Woods das US-Team in Australien als spielender Kapitän an. Er hatte sich selbst als Captain's Pick nominiert, gewann alle drei seiner Matches und erlebte, wie seine Mannschaft einen 8:10-Rückstand vor den Einzeln noch in einen 16:14-Sieg verwandelte. Sieben Jahre später haben die Amerikaner diese Aufholjagd übertroffen.
Insgesamt spielte Woods neunmal im Presidents Cup, zum ersten Mal 1998 und zuletzt 2019. Mit dem Erfolg von Medinah steht die Bilanz der USA nun bei 14 Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage. Ihren bislang einzigen Titel holten die Internationals 1998.
Medinah, ein Platz mit Woods-Geschichte
Auch der Austragungsort passt zu Woods. Auf Medinahs Course No. 3 gewann er beide PGA Championships, die dort ausgetragen wurden: 1999 mit einem Schlag Vorsprung vor Sergio García, 2006 mit fünf Schlägen vor Shaun Micheel.
Trump als Ehrenvorsitzender vor Ort
Am Schlusstag war auch US-Präsident Donald Trump in Medinah, der in diesem Jahr Ehrenvorsitzender des Presidents Cup ist. US-Medien zufolge sprach er vor den Einzeln am ersten Abschlag zu den Spielern und nahm später an der Siegerehrung teil. Gegenüber Journalisten nannte er den Erfolg danach einen „großen, großen Sieg“ und ein „historisches Ereignis“. Snedeker sagte, der Präsident habe seinem Team zusätzlichen Schwung gegeben.
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Alle Ergebnisse und Hintergründe gibt es auf unserer Presidents-Cup-Seite.
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