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Fünf Jahre, kein deutscher Sieg – Wird 2026 das Jahr der Deutschen?

Die German Challenge 2026 beginnt und 22 Deutsche kämpfen um den Sieg beim Turnier der Challenge Tour. Doch kann es dieses Jahr erstmals ein Deutscher schaffen?

Es ist eine Statistik, die mit jeder Edition schwerer wiegt: Fünf Auflagen der German Challenge powered by VcG, fünf ausländische Sieger. Seit der Premiere 2021 haben ein Spanier, noch ein Spanier, ein Italiener, ein Däne und zuletzt ein Südafrikaner den Pokal aus dem Wittelsbacher Golfclub in Neuburg an der Donau mitgenommen – kein Deutscher war je nah genug dran. Die sechste Auflage vom 9. bis 12. Juli 2026 lässt erstmals ernsthaft auf eine Wende hoffen.

22 Deutsche – Rekordaufgebot beim Heimturnier

Noch nie hat ein deutsches Kontingent beim einzigen HotelPlanner-Tour-Event auf heimischem Boden so zahlreich aufgeschlagen: 22 Spieler aus der Bundesrepublik gehen in dieser Woche in Bayern an den Start. Darunter befinden sich erfahrene Profis wie Max Kieffer, Olympiateilnehmer Hurly Long, Asian-Tour-Sieger Dominic Foos sowie das aufstrebende Talent Tiger Christensen. Weitere Starter sind unter anderem Max Rottluff, Nick Bachem und Jannik de Bruyn. Die Erwartungen sind so hoch wie nie zuvor.

Fünf Editionen – fünf ausländische Sieger

Der Blick in die Siegerliste verdeutlicht, wie hartnäckig die Heimflaute ist. Ángel Hidalgo aus Spanien gewann 2021 die Erstauflage, sein Landsmann Alejandro del Rey sicherte sich den Titel 2022 per Stechen. 2023 triumphierte der Italiener Francesco Laporta, 2024 holte sich der Däne Rasmus Neergaard-Petersen den Pokal. Den vorläufigen Höhepunkt fremder Dominanz setzte im vergangenen Jahr JC Ritchie: Der Südafrikaner gewann das Turnier 2025 mit einem Rekordsieg von acht Schlägen Vorsprung bei 24 unter Par – ein Statement, das in der deutschen Golfcommunity nicht ungehört blieb.

Die deutschen Hoffnungsträger im Porträt

Max Kieffer ist der erfahrenste Kandidat im deutschen Lager. Der Düsseldorfer kennt den Druck großer Turniere als DP-World-Tour-Sieger aus eigener Erfahrung. Hurly Long repräsentierte Deutschland bei den Olympischen Spielen in Tokio und hat in den vergangenen Jahren auf der DP World Tour gezeigt, dass er auf dem allerhöchsten Niveau konkurrenzfähig ist. Für Long ist die German Challenge keine Etappe zurück – sondern ein bewusster Schritt in Richtung Zukunft, denn die Road-to-Mallorca-Punkte dieser Woche können über eine DP-World-Tour-Karte entscheiden.

Dominic Foos bringt besondere Motivation mit: Anfang 2025 brach er mit dem Sieg beim SJM Macao Open eine 29-jährige deutsche Durststrecke auf der Asian Tour – ein Beweis, dass Foos in der Lage ist, unter Druck zu liefern. Und dann ist da noch Tiger Christensen: Der 23-jährige Hamburger, erst seit November 2024 Profi, qualifizierte sich im Final Qualifying mit Runden von 65 und 70 (–9 gesamt) am West Lancashire Golf Club für The Open Championship in Royal Birkdale – eine Leistung, die aufhorchen ließ und zeigt, dass der deutsche Nachwuchs heranreift.

Der Austragungsort: Anspruchsvoll wie eh und je

Der Wittelsbacher Golfclub in Neuburg an der Donau gilt als eine der attraktivsten Stationen auf der HotelPlanner Tour. Der 1988 vom niederländischen Architekten Joan Frederik Dudok van Heel entworfene Par-72-Kurs misst 7.479 Yards und schließt mit einem 627-Yard-Par-5 – einem der längsten Schlusslöcher im gesamten Tourkatalog. Auf dem historischen Gelände, das einst als Pferdekoppel für das bayerische Königshaus diente, werden 156 Profis um ein Preisgeld von 300.000 Euro kämpfen.

Die Frage, die das Wochenende bestimmt

Steht nach 36 Loch ein Deutscher in den Top 5, richtet sich der Blick ganz Deutschlands auf Neuburg an der Donau. Fünf Jahre Durststrecke, das stärkste heimische Aufgebot der Turniergeschichte und Spieler mit dem nötigen Hunger – die Voraussetzungen für einen historischen ersten Heimsieg waren nie besser. Es ist an der Zeit.

Alle Ergebnisse im Überblick: German Challenge powered by VcG leaderboard.

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